Artikel: „Die Religion ist das angeborene Verhaltensprogramm des Menschen – mit anderen Worten: sein Betriebssystem.“
Autor: Mustafa Günen
Zusammenfassung
Dieser Artikel geht von der Aussage aus: „Wenn Gott einer ist und der Mensch eine Art ist, dann muss auch die Religion eine sein.“ Er behandelt die These, dass die Religion ein universelles „Verhaltensprogramm“ ist, das in der biologischen und neurologischen Struktur des Menschen verankert ist. Dieses Programm ist ein angeborenes System und unabhängig von allen religiösen Texten, Büchern und kulturellen Interpretationen. Bei der Entwicklung der Idee der „einzigen Religion“ habe ich viele heilige Texte untersucht, darunter die Tora und die Bibel. Doch die Betonung auf die Einzigkeit der Religion fand ich nur im Vers 13 der Sure Asch-Schura im Koran. Deshalb habe ich diesen Vers als Referenz genommen und das Kunstwerk mit diesem Namen erklärt.
Einleitung
„Wenn Gott einer ist und der Mensch eine Art ist, dann muss auch die Religion eine sein.“ Dieser logische Schluss beleuchtet eines der ältesten Konfliktfelder der Menschheit. Die Religion wurde im Laufe der Geschichte unter verschiedenen Namen, Ritualen und Sekten bekannt. Doch das Wesen der Religion ist ein universelles „Verhaltensprogramm“, das in der Schöpfung des Menschen vorhanden ist. Dieser Artikel soll zeigen, dass die Religion ein angeborenes System ist, unabhängig von den Büchern.
1. Religion: Das natürliche „Verhaltensprogramm“ des Menschen
Das menschliche Kind kommt, wie auch neurowissenschaftliche Forschungen bestätigen, mit grundlegenden moralischen Neigungen zur Welt, wie Hilfsbereitschaft, Sinn für Gerechtigkeit und Abneigung gegen Gewalt. Dies ist sein „Verhaltensprogramm“; wie das Betriebssystem eines Computers, ein Programm, das von Geburt an installiert ist. Die Religion ist das „Benutzerhandbuch“, das die Funktionsprinzipien dieses Programms enthält. Daher ist die Religion selbst universell und einzigartig; was sich unterscheidet, sind ihre kulturellen und historischen Interpretationen.
2. Der Koran als Referenz: Eine Frage der Klarheit, nicht der Einzigartigkeit
Um klare Aussagen zu finden, die die Idee der „einzigen Religion“ unterstützen, habe ich viele heilige Texte untersucht, darunter die Tora und die Bibel. Es ist unbestreitbar, dass diese Bücher gemeinsame moralische Grundlagen bewahren. Doch die universelle, vereinigende und gebietende Betonung – „Er hat euch von der Religion vorgeschrieben, was Er Noah, Abraham, Mose, Jesus und dir offenbart hat: Haltet sie fest und spaltet euch nicht darin“ – fand ich in der von mir gesuchten Klarheit nur im Vers 13 der Sure Asch-Schura. Ebenso nimmt die Definition der Religion als „Programm“ der menschlichen Natur (Sure Ar-Rum 30) in anderen Texten keinen so zentralen Platz ein. Deshalb beziehe ich mich auf den Koran, um meine These zu begründen.
3. Die Propheten: „System-Updates“
Die Propheten traten in Zeiten auf, in denen das „Verhaltensprogramm“ der Menschheit durch kulturellen Lärm, Interessenkonflikte und Unwissenheit zu verderben drohte. Ihre Aufgabe war es nicht, eine neue Religion zu bringen, sondern die Menschheit aufzurufen, „zum ursprünglichen Programm zurückzukehren“. In gewisser Weise sind sie „System-Patches“, die das verdorbene Programm reparieren und aktualisieren.
4. Ein besonderer Aufruf an die Muslime
Der Künstler betont, dass sein Werk auch ein Aufruf zur Verantwortung gegenüber der muslimischen Gemeinschaft ist:
„Der Koran erklärt eindeutig, dass dieselbe Religion allen Propheten offenbart wurde. Andere Gesellschaften mögen aus Unkenntnis dieser Wahrheit in Konflikt geraten sein. Aber es widerspricht dem Geist des Korans und dem klaren Gebot der Sure Asch-Schura-13, wenn Muslime, die behaupten, an alle Propheten zu glauben, den Anhängern anderer Propheten aus religiösen Gründen Feindschaft entgegenbringen. Muslime sind verpflichtet, diese göttliche Einheit zu verstehen und sie der Welt zu vermitteln. Dieses Werk ist der Ausdruck dieser Verpflichtung mit dem Verantwortungsbewusstsein eines Künstlers.“
5. Künstlerischer Ausdruck: Die Symbolik des Werkes „Asch-Schura 13“
Das Gemälde „Asch-Schura 13“ veranschaulicht diese These:
– Das Buch: repräsentiert Wissenschaft, Vernunft und universelle Wahrheit.
– Die Vogelscheuchen: symbolisieren die verzerrten, dogmatischen Interpretationen der göttlichen Botschaften; imaginäre Ängste im menschlichen Geist.
– Leere Köpfe und die Herde: stellen Menschen dar, die ihren Verstand nicht benutzen, sich von der Massenpsychologie leiten lassen und die Wahrheit nicht sehen.
– Die Schattenlosigkeit der Wahrheit: Dass das Buch keinen Schatten der Vogelscheuchen widerspiegelt, betont, dass die Wahrheit rein und unverfälschbar ist.
Schlussfolgerung
Die Religion ist ein universelles „Verhaltensprogramm“ des Menschen, und sie ist einzigartig. Der Koran ist eine wichtige Referenzquelle, weil er diese Wahrheit mit einer Klarheit darlegt, die in anderen Texten nicht zu finden ist. Die Propheten sind „Updates“, die verhindern, dass dieses Programm verdorben wird. Die Aufgabe der Menschheit ist es, Dogmen und künstliche Spaltungen beiseite zu legen und mit Vernunft und Wissenschaft als Leitfaden zu diesem einen universellen Programm zurückzukehren. Das Werk „Asch-Schura 13“ ist der künstlerische Ausdruck dieser alten und wissenschaftlichen Wahrheit.
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